Zeit für Zorn – Die Türsteherlesung

Drama und Humor im nächtlichen Kiez-Leben
Die Zelt-Show der besonderen Art

Die Nacht am Eingang des Clubs ist nach wie vor voller Unwägbarkeiten, bizarrer Vorkommnisse, seltsamer Begegnungen. Davon müssen die Türmänner Viktor, Henning und Intensiv-Dieter einfach immer wieder auf der Bühne erzählen. Denn manche Sachen dürfen einfach nicht im Vergessen verschwinden, sondern sollten unbedingt zum Entertainment beitragen.

„Ruhige Schicht!“ – Die uralte, traditionelle Grußformel zwischen Türleuten gilt seit jeher unter
Gesellschaftswissenschaftlern als höchst rätselhafte Botschaft. Was möchte die Security damit
ausdrücken? Ist es der aufrichtige Wunsch nach Ruhe und Frieden während ihrer Nachtschicht? Gestreng dem Motto: „Eine Schicht ohne Stress ist eine gute Schicht“? Könnte sich die Vermutung, dass die Sicherheitsbeauftragten an der Clubtür gar keine Vorkommnisse mit morgendlicher Zeugenaussage bei der nächsten Polizeidienststelle absichtlich herbeiführen, tatsächlich erhärten? Sehnt womöglich kaum jemand vom Aufsichtspersonal die sportliche Sachbeschädigung an Gästen und Einrichtung herbei? In der Tat wäre dies das Ende etlicher Mythen über das noch vielerorts im Dunkeln stattfindende Treiben der Secu. Oder ist der Gruß, „Ruhige Schicht!“, in Wahrheit das Symbol einer fatalistischen Grundhaltung? Ein hingeseufzter Ausdruck der Gewissheit über das Kommende, das Schicksalhafte des Türdaseins, dem nicht ausgewichen werden kann: dem alles
verschlingenden Tsunami in Gestalt des Pinneberger Partypublikums?

Wir wissen es schlicht nicht.

Aber wir können ihnen zuhören, den Leuten von der Sicherheit, wenn sie am Mittwoch, 19. Juni im Schanzenzelt über die nächtlichen Kiez-Erlebnisse berichten. Also: „Manege frei für Zeit für Zorn? – Die Türsteherlesung!“

Stargast: Wird noch bekannt gegeben.